Triggerpunkt-Massage

Was sind myofasziale Triggerpunkte und was ist bei einer Triggerpunkt-Massage zu beachten?

Wichtige Anmerkung: Eine Triggerpunkt-Massage ersetzt nicht die Konsultation Ihres Arztes oder Heilpraktikers! Wenn Sie unspezifische oder akute Beschwerden haben, suchen Sie zuerst einen Arzt/Heilpraktiker auf und lassen Sie abklären, ob eine Triggerpunkt-Massage durchgeführt werden darf! Eine Triggerpunkt-Massage ist keine medizinische Behandlung!

Myofasziale Triggerpunkte (mTrP) sind mikroskopisch kleine Verhärtungen im Muskelgewebe. An diesen Stellen ist die Durchblutung, die Sauerstoffversorgung sowie der Abtransport von Stoffwechselprodukten und Schlacken aufgrund der Tatsache, dass sich einzelne Muskelfasern nicht mehr dekontrahieren lassen gestört.

Sichere Zeichen für mTrP sind das Vorhandensein von einem oder mehrerer Symptome wie z.B. Hartspannstrang, Druckschmerzhaftigkeit, Ausstrahlungsschmerz, Dysfunktionen, Bewegungseinschränkungen, Muskelschwäche bis hin zu neurogenen Symptomen durch muskulär bedingte Nerveneinklemmungen.

Grundsätzlich gilt: Alle unspezifischen Beschwerdebilder müssen zunächst ärztlich abgeklärt worden sein, bevor eine Triggerpunkt-Massage angewendet werden kann. Dann kann eine Mitbeteiligung von mTrP abgeklärt und diese in einer Triggerpunkt-Massage bearbeitet werden.

Die Symptome, die für Triggerpunkte sprechen sind sehr umfangreich und können durch eine Triggerpunkt-Massage oftmals gelindert bzw. beseitigt werden, wenn eine organische Erkrankung im Vorfeld ausgeschlossen wurde.

Mögliche Symptome könnten sein:

  • Kopfweh (Spannungskopfscherz, Migräne)
  • Schulter-Nacken-Schmerzen
  • Schmerzen im mittleren und unteren Rücken
  • Schmerzen im Gesäß (Ischiasbeschwerden, Lumbago, Pseudo-Ischialgien)
  • Schmerzen im Gesichts-/Kieferbereich
  • Tennisarm/Golferellenbogen
  • Impingement-Syndrom
  • Karpaltunnel-Syndrom

Triggerpunkte können latent sein, das heißt sie sind symptomlos und bereiten keine Schwierigkeiten. In diesem Fall ist keine Triggerpunkt-Massage notwendig.

Anders verhält es sich bei aktiven Triggerpunkten, die meistens mit einem sich um den Triggerpunkt ergebenden Muskelhartspann und lokalen oder bis in andere Körperregionen ausstrahlenden Schmerzen auf sich aufmerksam machen.

Diese Regionen sind oftmals sehr druckempfindlich und erzeugen bei Druck sofort und wiedererkennbar den entsprechenden Schmerz (z.B. die Kopfschmerzen an den entsprechenden Stellen).

Vorgehensweise

Die Triggerpunkt-Massage wirkt auf myofaszialer Ebene, also tief im Muskel- und Fasziengewebe. Das bedeutet, dass Sie sehr punktuell und mit hohem Druck durchgeführt werden muss.

Nach einer ausführlichen Anamnese und wenn keine Gründe gegen die Triggerpunkt-Massage sprechen, werden zunächst die infrage kommenden Muskeln/Muskelgruppen abgetastet, um die vorhandenen Triggerpunkte zu lokalisieren. Dies geschieht in einem permanenten Dialog – der Massierte „lenkt“ mich quasi zu seinen Triggerpunkten.

Die darauffolgende Massage der Triggerpunkte erfolgt mit starkem Druck, der vom Massierten als „gerade noch auszuhalten“ (auf einer Schmerzskala von 1-10 die 7) definiert wird. Auch hier findet permanenter Dialog statt und es geschieht nichts, was der Massierte nicht wünscht.

Die Stellen, an denen Triggerpunkte massiert wurden, können noch einige Tage leicht schmerzen bzw. druckempfindlich sein. Es kann sich ein Muskelkater entwickeln, ebenso kann es zu leichten Blutergüssen kommen. Alle diese Reaktionen sind bei der Triggerpunkt-Massage erwünscht und helfen dem Körper dabei, die Triggerpunkte aus einem aktiven in einen latenten Zustand zurück zu versetzen, sodass er keine Beschwerden mehr macht.
Triggerpunkte sind von Geburt an in uns angelegt und können nicht „entfernt“ werden!

Grundsätzlich ist die Massage/Behandlung von Triggerpunkten „Detektivarbeit“, bei der der Masseur auf das direkte Feedback des Massierten angewiesen ist und durchaus mehrere Körperregionen „angetestet“ werden müssen, um letztendlich die Triggerpunkte auszuschalten. Daher empfehle ich mindestens 5 Sitzungen innerhalb von 4 Wochen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Der erste Termin dauert 75 – 90 Minuten, alle weiteren Termine ca. 60 Minuten.

Generelle Kontraindikationen

Folgendes spricht gegen eine Triggerpunkt-Massage, sollte einer der Punkte auf Sie zutreffen, informieren Sie mich bitte!

  • Akute Infektionen (Fieber, Entzündungen)
  • Akute schmerzhafte Geschehnisse
  • Koagulationsstörungen (Blutgerinnungsstörungen, Einnahme von Butverdünnern)
  • Hämatome, Verletzungen, maligne Tumore im Behandlungsgebiet
  • Instabile Knochen (starke Osteoporose, Frakturen)
  • Nicht adäquate Schmerzen während und nach der Massage-Sitzung

Sollten Sie schwanger sein, informieren Sie mich bitte. In diesem Falle dürfen bestimmte Körperpartien nicht im Rahmen einer Triggerpunkt-Massage bearbeitet werden.